Im Versuch P6.2.4.3 werden Elektronen in einer mit Neon-Gas befüllten Glasröhre beschleunigt. Im Glasrohr befinden sich vier Elektroden: die Kathode K, die gitterförmige Steuerelektrode G1, das Beschleunigungsgitter G2 und die Auffängerelektrode A. Ähnlich wie beim Franck-Hertz-Versuch an Quecksilber wird die Beschleunigungsspannung kontinuierlich erhöht und der Strom der Elektronen auf den Auffänger gemessen, die die Gegenspannung zwischen G2 und A überwinden können. Der Auffängerstrom wird immer dann minimal, wenn die kinetische Energie kurz vor dem Gitter G2 gerade zur Stoßanregung von Neon-Atomen ausreicht, und steigt bei höherer Beschleunigungsspannung wieder an. Zwischen den Gittern G1 und G2 werden deutlich voneinander getrennte rötlich leuchtende Schichten beobachtet, deren Zahl mit steigender Spannung zunimmt. Es handelt sich um Zonen hoher Anregungsdichte, in denen die angeregten Atome Spektrallicht emittieren. Die Franck-Hertz-Kurve wird entweder manuell oder mithilfe eines Oszilloskops aufgezeichnet.